Das KuS - Modell

Seit Jahrtausenden haben Menschen als Abbild innerer Prozesse aus Steinen Medizinräder gelegt. Vor der Ankunft der Europäer gab es in Amerika um die 20.000 solche Medizinräder, Orte der Energie, der Heilung, Erfahrung und der Weisheit.

In jüngerer Zeit wurde das Medizinrad durch Angeles Arrien ('Der vierfache Weg') zugänglich gemacht, und durch das 'Genuine ContactRM Program' für das Arbeiten mit Gruppen und Unternehmen transformiert.VISUELLE PROTOKOLLE® hat auf dieser Basis das siebenstufige KuS-Modell entwickelt. Wie ein Kompass gibt es Orientierung. Es lässt Standorte bestimmen, macht Abläufe sichtbar und gestaltet Form und Inhalt:

Input ist ein Gedanke, ein Impuls, eine Idee, ob spontan oder geplant.
Ist der Input stark genug, wandelt er sich zur Absicht, zum Ort der Kraft, zum Kern einer Handlung.
Die innere und äußere Führung übernimmt dafür Risiko und Verantwortung, und ermöglicht so Wachstum.
Die Vision gibt der Absicht eine klare und kühne Richtung, sie bündelt innere Bilder zum Leitbild.
Die Vision braucht Vernetzung, sie nährt das Beziehungsgeflecht der Mitarbeiter, die sich mit der Absicht identifizieren können.
Das Management bringt zur richtigen Zeit das Vorhaben in die richtige Form.
Im Output zeigt sich schließlich, ob das Vorhaben gelungen, die Absicht lebendig geworden ist.

In dem Werkzeugkasten zum Buch "Wirkungsvolle Tagungen und Großgruppen" von Rudolf Müller und Walter Bruck, Gabal-Verlag, Kapitel 7: Werkzeugkasten, wird unser KuS-Modell wie folgt beschrieben:


Visual Facilitation- mit dem KuS-Modell

Design von: Reinhard Kuchenmüller und Dr. Marianne Stifel
Anwendungsfelder: Visuelle Steuerung und Begleitung von Gruppenprozessen. Vom Einzelcoaching bis zur Großgruppe einsetzbar.
Zielsetzung: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ – diese Volksweisheit wird in einem interaktiven, siebenstufigen Modell zur Prozesssteuerung in die Tat umgesetzt.

Wirkfaktoren:

Wohlfühlen: Handgemalte Bilder bringen Freude, Emotionen und Kreativität in das Gruppengeschehen, und zwar Bilder, die vom Visualisierer gemalt werden genau so wie von Teilnehmern gemalte Bilder.

Ressourcenaktivierung: Das Arbeiten mit Bildern macht alles sichtbar, gibt Sicherheit, es weckt als ‚Re-Patterning’ die latent in den Menschen schlummernden inneren Bilder und schafft so Identifikation, Wahrhaftigkeit und Nachhaltigkeit.

Kleingruppenarbeit: Die 7 Stufen des Modells heissen:

- input
- Absicht
- Ziel
- Vision
- Mitarbeiter
- Management
- output.

Diese Stufen werden (notfalls auch mehrfach) durchlaufen und jeweils mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet, in einem Wechsel aus Kleingruppe und Plenum.

Ergebnisorientierung: Durch die Visualisierung ist ständig direkt für alle sichtbar, wo man sich gerade befindet. Durch die Logik der Abfolge der 7 Stufen bewegt man sich zielgerichtet voran. Die innere Logik geht vom jeweiligen Zustand aus, sucht den Kern des Vorhabens, die Absicht, und führt diese durch die folgenden Stufen der Realisierung.

Rhythmisieren: Die klare Gliederung in 7 Stufen mit jeweils verschiedenen Aktivitäten rhythmisiert den Ablauf auf natürliche Weise.

Selbstorganisation: Innerhalb des klaren Rahmens können die Beteiligten spontan agieren, Methoden modifizieren, den Zeitbedarf variieren. Grundlage ist die ständige innere Präsenz, das Wohlfühlen aller, und die Entdeckung von Gemeinsamkeiten und Lösungen.

Virtualität: Bisher nicht erprobt, im Prinzip wegen der klaren Struktur machbar.

Zeitrahmen: Hängt von Zielsetzung und Gruppengröße ab, nicht unter 1 Tag.
Gruppengrößen: beliebig, vom Coaching bis zur Großgruppe.
Räumliche Erfordernisse: keine besonderen.
Hilfsmittel: Bordmittel der Visualisierer, Templates o.ä. für Malaktionen in Kleingruppen. Ergebnispräsentation je nach Gruppengröße live oder als Projektion.

Anmerkungen zur Wirkungsweise: Das KuS-Modell ist eine Weiterentwicklung archetypischer Abbildungen – der Medizinräder – über Angeles Arrien, Harrison Owen und Birgitt Williams in moderne Prozesssprache transformiert, von uns um zwei Stufen ergänzt. In einfacher Weise werden Standorte sichtbar, Prozesse verständlich und nachvollziehbar.

Grundlegende Aussage: Das Wechselspiel von logischer Abfolge der 7 Stufen vom status quo bis zur Realisierung des outputs , und der Beweglichkeit innerhalb jeder Stufe erlaubt ein an die Gruppe, deren Größe, Ausrichtung und Absicht angepasstes Vorgehen. Die Visualisierung aller Schritte macht diese jederzeit einsichtig und letztlich nachhaltig.

1. Schritt: Der Visual Facilitator macht die Teilnehmer mit den Stufen des Modells vertraut.

2. Schritt: Der Visual Facilitator legt nach Absprache mit Initiator und Gruppe die jeweiligen Methoden für die 7 Stufen fest, etwa live visualisierte Gruppendiskussion, visualisiertes Interview einer key person, moderierte Malaktion der Teilnehmer (möglich bis zu 1000 Personen), Rituale, Dialog, Storytelling, Metaphernarbeit.

3. Schritt: Die Gruppe wird durch die 7 Stufen geführt, mit jeweiliger Reflektion über das Erlebte. Nach der letzten Stufe wird der Bogen geschlagen zum status quo.

Weitere Anmerkungen: Innerhalb eines größeren Prozesses wie einer Fusion, eines Changeprozesses u.ä. kann das Modell mehrfach durchlaufen werden, oder auch, wenn es sich unterwegs ergibt, dass die Abstimmungen noch nicht ausreichen.

Auf ein besonderes Merkmal des Modells möchten wir besonders hinweisen: die Stufe MANAGEMENT wird erst behandelt, wenn die Absicht klar ist, die Führung voll dahinter steht, die Vision der Absicht Perspektive gibt, und vor allem wenn die Mitarbeiter mit ins Boot geholt worden sind. Dann weiß das Management genau, was es zu tun hat, und eine Fülle sonst üblicher Stolperstellen wird vermieden.

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